Physiotherapie Versicherungen

Finanzielle Risiken absichern & minimieren!

Physiotherapeuten helfen anderen Menschen, wieder agil, fit und gesund zu werden. Trotzdem kann bereits eine kleine Unachtsamkeit im Berufsalltag zu einem Fehler führen, welcher dem Verursacher teuer zu stehen kommt. Dazu gehören berufliche Behandlungsfehler, Unfälle oder Krankheiten sowie extern verursachte Schäden. Ohne entsprechende Versicherung wären diese Vorfälle für den Physiotherapeuten ein potentieller finanzieller Super-GAU. Deshalb sollte sich jeder Physiotherapeut beim Berufsantritt mit den richtigen Versicherungen dagegen absichern. Denn eine Versicherung deckt Schäden ab, die durch Fehlverhalten entstanden sind, ohne dass der Verursacher diese aus eigener Tasche bezahlen muss.

Welche Versicherungen brauchen Physiotherapeuten?

Berufshaftpflicht

Die Berufshaftpflichtversicherung hat für Physiotherapeuten absolute Priorität, um sich gegenüber Schadenersatzansprüchen von Kunden abzusichern. Dabei lohnt es sich, bei den Versicherungen nach speziellen Tarifen für medizinische Berufe zu fragen, weil diese günstigere Haftpflichttarife haben als andere Jobbereiche. Bei Personenschäden kann die Haftpflichtversicherung für Physiotherapeuten mit bis zu 10 Millionen einspringen, bspw. wenn es zu einem Unfall an einem medizinischen Gerät oder einem Bandscheibenvorfall kommt. Die Betroffenen bekommen von der Versicherung nicht nur Schmerzensgeld ausgezahlt, sondern übernehmen auch weitere Behandlungskosten beim Arzt oder Therapeuten und kommen für Gehaltseinbußen bei Jobverlust und Arbeitslosigkeit aus. Die Berufshaftpflicht versichert:

  • Vermögens- und Sachschäden: Während sich ein Sachschaden auf das zu Schaden kommen konkreter Gegenstände bezieht, entsteht ein Vermögensschaden immer dann, wenn durch einen Versicherungsfall ein finanzieller Nachteil entsteht. Bspw. Wenn ein Physiotherapeut die falsche Behandlungsmethode wählt und die Schmerzen des Patienten damit noch verschlimmert oder bei der geschäftlichen Computernutzung ein Virus heruntergeladen oder an Kunden bzw. Kollegen verschickt wird, der zu reparierende Schäden verursacht.
  • Passiver Rechtsschutz: Neben Schadenersatz und -regulierung trägt eine gute Haftpflichtversicherung auch die Kosten für die Abwehr eines unberechtigten Schadenersatzanspruchs, die bspw. durch externe Gutachter oder Anwälte bei der Prüfung und des Falls entstehen. Sollte ein Patient nach seiner Behandlung Schmerzensgeld einklagen, sich dieser Anspruch jedoch als nicht zutreffend herausstellt, drohen dem Versicherten keine Verfahrenskosten.
  • Mitversicherung von Angestellten: Wenn Ihren Mitarbeitern im beruflichen Kontext ein Fehler passiert, ist dieser ebenfalls über die Berufshaftpflicht abgedeckt, obwohl es sich dabei um von außenstehenden Personen verursachte Schäden handelt. Das bringt einem Physiotherapeuten mit einer eigenen Praxis nochmal mehr Sicherheit, da die Fehleranfälligkeit und Haftungsgefahr bei mehreren Beteiligten natürlich steigt.

Praxisinhaltsversicherung

Physiotherapeuten arbeiten zum Teil mit teurer medizinischer Gerätschaft, um ihre Diagnosen zu stellen und die für ihre Patienten am sinnvollsten behandlungen durchzuführen. Wenn dieses Inventar beschädigt wird, schützt die Praxisinhaltsversicherung den Versicherungsnehmer vor kostspieligen Reparaturen oder Ersatzkäufen. Die Praxisversicherung schützt selbstständige Physiotherapeuten vor:

  • Zerstörung und Diebstahl: Wenn Kriminelle in die Physiopraxis einbrechen und Gegenstände klauen oder beschädigen, sind die anfallenden Beträge durch die Praxisinhaltsversicherung abgedeckt. Das gilt auch für Schäden an der Einrichtung, Fenstern und Türen oder Bodenbelägen.
  • Extremwettererscheinungen: Bei einem Sturm, einem Brand oder einer Überschwemmung können enorme Schäden in Büro oder einer Praxis entstehen. Weil Naturgewalten unberechenbar sind, kann man sich auf die Schäden nur schwer vorbereiten und sich auch nur bedingt durch Schutzmaßnahmen davor schützen. Mit Versicherungsschutz geht man auf Nummer sicher.
  • Leitungsschäden: Vor allem in älteren Immobilien sind die Leitungen oft marode und nicht mehr zuverlässig. Zu einem Wasserrohrbruch kommt es dann schneller, als einem lieb ist. Zwar kann eine entsprechende finanzielle Absicherung den Praxisinhalt nicht vor Wasser- und Schimmelschäden schützen, sehr wohl aber den Physiotherapeuten vor der finanziellen Folgelast.

Private Versicherung

Praktizierende Physiotherapeuten sollten sich nicht nur für berufliche Eventualitäten absichern, sondern auch an den persönlichen Versicherungsschutz denken. Dazu gehören die Absicherung der Finanzen im Krankheitsfall, bei einem Unfall oder einer Verletzung, welche die Berufsausübung einschränken. Diese privaten Versicherungen sind für Physiotherapeuten dringend zu empfehlen:

  • Krankenversicherung: Sofern Physiotherapeuten nicht im Rahmen ihrer Anstellung gesetzlich krankenversichert sind, müssen sie selbstverantwortlich eine private Krankenversicherung abschließen. Dies gilt i.d.R. für selbstständige Physiotherapeuten. Nur so bekommen sie an Krankheitstagen weiterhin Gehalt, um den krankheitsbedingten Verdienstausfall auszugleichen.
  • Unfallversicherung: Wie bei allen körperlich anstrengenden Berufen haben auch Physiotherapeuten ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Die Unfallversicherung übernimmt im Ernstfall die Kosten für Krankenwagen, Behandlung und Rehabilitation. Die Entschädigung erfolgt mithilfe der Gliedertaxe. Auch Invaliditästsleistungen sind mit eingeschlossen, d.h. sollte der Betroffene nach dem Vorfall seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben oder gar nicht mehr arbeiten können, bekommt er eine Invalidenrente.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch psychische Erkrankungen können bei Physiotherapeuten eine Berufsausübung verhindern. Dazu gehören Burnout, Depressionen und Traumata. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung bedeutet eine solche Diagnose nicht mehr den finanziellen Ruin, denn den Betroffenen wird im schlimmsten Fall der Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt, wenn sie die Arbeit niederlegen müssen.
  • Rechtsschutzversicherung: Diese Versicherung kann sich bei rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Physiotherapeut und bspw. Patienten, Partnern, Mitarbeitern oder dem Vermieter auszahlen. Kommt es zu einem Rechtsstreit zwischen diesen Parteien, übernimmt diese die Kosten für die anwaltliche Beratung und das Gerichtsverfahren, auch wenn letzteres verloren würde.

Welche Risiken birgt der Beruf als Physiotherapeut?

Der Beruf des Physiotherapeuten birgt gewisse Risiken, die bei einem normalen Bürojob nicht zu erwarten sind. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen arbeitet man eng mit Menschen in schlechter körperlicher Verfassung zusammen, zum anderen kommen qualitativ hochwertige Geräte zum Einsatz, die ihren Preis in Anschaffung, Wartung und Instandhaltung haben. Und zu guter Letzt kann der Physiotherapeuten Beruf Körper und Psyche so stark strapazieren, dass der Physiotherapeut selbst bleibende Schäden davon tragen kann. Daher muss ein Physiotherapeut mit folgenden Risiken rechnen:

  • Behandlungsschäden: Leider kann bereits ein falscher Handgriff oder eine falsche Therapieempfehlung kann zu einem Behandlungsschaden beim Patienten führen.
  • Personenschäden: Sobald sich ein Patient oder Mitarbeiter in der physiotherapeutischen Einrichtung verletzt, haftet der Besitzer – je nach Ereignis kann die Schadenersatzklage sehr hoch sein.
  • Sachschäden: Das gleiche gilt für gegenständliches Eigentum von Dritten, wie Besuchern der physiotherapeutischen Einrichtung; sollten diese in der Praxis zu Bruch gehen, wird das ein teurer Spaß.
  • Eigenschäden: Auch das persönliche Eigentum sowie die eigene Gesundheit des Physiotherapeuten steht im Berufsalltag durch Risikofaktoren wie Einbruch oder Unwetter immer wieder auf dem Spiel.

Jeder dieser Risikofaktoren besteht auch mit einer entsprechenden Versicherung noch, aber immerhin lässt sich damit der finanzielle Schaden abmildern. Welcher Versicherungsschutz für Physiotherapeuten sinnvoll ist, erklären wir in diesem Artikel.

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